Kapitel 11Die Seele von Starbucks stärken

»Sie werden mir zustimmen, dass der Verbraucher sichin einer Rezession befindet«, erklärte ich am Nachmittagdes 30. Januar 2008 bei der Telefonkonferenz zu den Gewinnergebnissenvon Starbucks im ersten Quartal.

Ich hatte diesen schwierigen Tag seit Ende Dezember kommen sehen, und jetzt, als ich am Kopf unseres Konferenztisches im Vorstandszimmer saß, nur drei Wochen nach meiner Rückkehr als CEO, nahm ich in Anbetracht von so viel Missfallen meinen ganzen Optimismus zusammen.

Nur ein Prozent. Nur so wenig waren die Umsätze der Coffee Houses, die länger als zwölf Monate geöffnet sind – diese äußerst wichtige Maßeinheit für Erfolg im Einzelhandel – in den ersten drei Monaten unseres Finanzjahres gestiegen. Ein Prozent nach 16 Jahren, in denen die Umsätze jeweils um 5 Prozent oder mehr gestiegen waren. Es war das schlimmste Ergebnis, das Starbucks seit seinem Börsengang 1992 je gehabt hatte. Meine persönliche Enttäuschung darüber befeuerte den glühenden Wunsch, Starbucks wieder nach oben zu bringen, doch jeder Tag brachte neue Probleme mit sich. Es kam mir vor, als würden das Team und ich uns bei der Reparatur eines sinkenden Schiffes überschlagen, während wir gleichzeitig den Kurs neu errechnen und die Segel hissen mussten. Ganz und gar nicht hilfreich dabei waren die zunehmend rauer werdenden ökonomischen Gewässer.

Außerhalb unserer Mauern taten scheinbar ausfallsichere Finanzinstitutionen das, was für unmöglich gehalten worden war: Sie fielen ...

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