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Kirchliche Kommunikation kalkulieren

Book Description

Die evangelische Kirche will im Jahr 2017 an die 95 Thesen Luthers und die Reformation erinnern. Vor 500 Jahren hat sie die Welt verändert. Ob die Kirche im 21. Jahrhundert noch Einfluss auf die Gesellschaft hat, steht auf dem Prüfstand. Sie muss ihr Anliegen immer wieder bekannt machen. Doch der Erfolg von Marketing für die Kirche ist umstritten. Gängige PR-Strategien, die bislang erfolglos für die Publikation des Jubiläums benutzt werden, basieren auf einem Übertragungsmodell von Sender, Empfänger und Botschaft, das die Unwahrscheinlichkeit von Kommunikation nicht erfassen kann. Die Untersuchung zeigt einen neuen Weg, um für Kommunikationsobjekte möglichst viele Anschlüsse zu finden. Dafür ist es nötig, Grenzen empirischer Kommunikations- und Medienwissenschaft genauso in den Blick zu nehmen wie konstruktivistische Versuche, Kommunikation und Medienwirkungen zu verstehen. Die Perspektiven münden in einer systemtheoretischen Auffassung von einem Kalkül der Form von Kommunikation. Das Kalkül bietet eine Hilfe für die, die in der Praxis Kommunikation systematisch so ausrichten wollen, dass Anschlussmöglichkeiten für vorübergehende Lagen gesteigert und Unwahrscheinlichkeiten sichtbar werden können.

Table of Contents

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Vorwort
  5. Inhalt
  6. Einleitung
  7. 1 Auf Spurensuche: Medien beim Werden der Kirche
    1. 1.1 Idealzustand der ersten Gemeinde
    2. 1.2 Evolution statt Idealzustand
    3. 1.3 Interne Ausdifferenzierungen
  8. 2 In der theologischen Reflexion: Effekte von Mediennutzung
    1. 2.1 Negative Effekte aus Sicht von Medienkritikern
    2. 2.2 Positive Effekte aus Sicht von Medienbefürwortern
    3. 2.3 Die Frage nach geeigneten oder ungeeigneten Medien
  9. 3 Forschungen zu Begriff und Funktion von Medien
    1. 3.1 Medien als Interpendenzrelationen im sozialen Feld
    2. 3.2 Das Medium ist die Botschaft
    3. 3.3 Medien als soziale Einrichtung
    4. 3.4 Medien als technische Hilfsmittel
    5. 3.5 Vier Komponentenebenen von Medien
    6. 3.6 Medien als Subsysteme der Gesellschaft
    7. 3.7 Medium als generalisiertes Austauschobjekt
    8. 3.8 Verzicht auf eigenen Medienbegriff
    9. 3.9 Rezeptionen von Medienbegriffen in der Theologie
    10. 3.10 Vom Medienbegriff zur Medienwirkungsforschung
  10. 4 Forschungen zur Wirkung von Medien
    1. 4.1 Entstehung der Medienwirkungsforschung
    2. 4.2 Empirisch-kausale versus konstruktivistische Forschung
  11. 5 Öffentlichkeit als Adresse einer Kommunikationsstrategie
    1. 5.1 Öffentlichkeit als qualitativer Begriff
    2. 5.2 Öffentlichkeit als Räsonnement des Bürgertums
    3. 5.3 Öffentlichkeit als Auftrag der Kirchen
    4. 5.4 Lebenswelt, Zivilgesellschaft und politische Öffentlichkeit
    5. 5.5 Öffentlichkeit als Beobachtung
    6. 5.6 Öffentlichkeit als Formbeobachtung
  12. 6 Systemtheoretisches Kommunikationsverständnis
    1. 6.1 Eröffnung und Begrenzung von Spielräumen
    2. 6.2 Indikationenkalkül als Modell für Kommunikation
      1. 6.2.1 Indikationenmodell als Modell für die Ontogenese offener Systeme
    3. 6.3 Eigenwerte als Elemente von Kommunikation
    4. 6.4 Prozessieren als dreiteiliges Selektionsgeschehen
    5. 6.5 Evolution statt Idealzustand: Die Ausdifferenzierung von Kommunikation
      1. 6.5.1 Kommunikationsmedien als operative Differenz von Medium und Form
      2. 6.5.2 Funktionsmechanismen des Kommunikationsmediums Sprache
      3. 6.5.3 Konsequenzen für die Konstruktion eines Kommunikationsobjektes „Luther 2017“ mit Hilfe des Mediums Sprache
  13. 6.6 Ausdifferenzierung durch das Medium Schrift
    1. 6.6.1 Funktionsmechanismen des Kommunikationsmediums Schrift
    2. Exkurs Die Problematik des Gebrauchs von Schrift aus traditioneller kommunikationswissenschaftlicher und theologischer Sicht
    3. 6.6.2 Konsequenzen für die Konstruktion eines Kommunikationsobjektes „Luther 2017“ mit Hilfe des Mediums Schrift
  14. 6.7 Ausdifferenzierung durch das Medium Buchdruck
    1. 6.7.1 Funktionsmechanismen des Kommunikationsmediums Buchdruck
    2. 6.7.2 Konsequenzen für die Konstruktion eines Kommunikationsobjektes „Luther 2017“ mit Hilfe des Mediums Buchdruck
  15. 7 Dominanz der Massenmedien in der gesellschaftlichen Kommunikation
    1. 7.1 Die Selektoren des Systems der Massenmedien
      1. 7.1.1 Nachrichtenwerte als Selektion von Informationen
      2. 7.1.2 Der binäre Code der Massenmedien
      3. 7.1.3 Die Programme der Massenmedien
    2. 7.2 Einseitige Beschreibung der gesellschaftlichen Vollzüge
    3. 7.3 Kulturkritik an den Realitätskonstruktionen der Massenmedien
    4. 7.4 Sicherung der Stabilität gesellschaftlicher Kommunikation
    5. 7.5 Die strategische Ausrichtung von „Luther 2017“
  16. 8 Stärken und Schwächen der Konzepte für das Reformationsjubiläum
    1. 8.1 Genese des Projektes und offizieller Beginn der Feiern
    2. 8.2 Konzepte evangelischer Funktionsträger für die Dekade
    3. 8.3 Römisch-katholische Perspektiven
    4. 8.4 Konzepte aus dem System der Politik
    5. 8.5 Anforderungen aus dem System der Touristikwirtschaft
    6. Exkurs „Luther 2017“ als Unterhaltung
    7. 8.6 Konzepte aus dem System der Wissenschaft
    8. 8.7 Formbeobachtung der Grenzen von „Luther 2017“
  17. 9 Evaluierung der Maßnahmen zur Lutherdekade
  18. Exkurs Funktionsmechanismen von Werbung
  19. 10 Vom Leitbild zur Leitdifferenz
    1. 10.1 Kybernetik statt Kausalität
    2. 10.2 Konstruktion statt Milieustudien
    3. 10.3 Leitdifferenz statt Leitbild
  20. 11 „Luther 2017“ als offenes System
    1. 11.1 Protest ¬ Nicht-Protest als Leitdifferenz für „Luther 2017“
    2. 11.2 Programmierung Kunst / Gastgeberschaft / Wissenschaft
  21. Fußnoten
  22. Nachwort
  23. Literaturverzeichnis
  24. Personenregister
  25. Sachregister