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Jüdisches Schulwesen zwischen Tradition und Moderne

Book Description

In dieser Untersuchung zur deutsch-jüdischen Bildungsgeschichte wird die Wirkungsgeschichte der Hascharath Zwi Schule in Halberstadt rekonstruiert, der einzigen privaten jüdischen Elementarschule der ehemaligen Provinz Sachsen. Das wegweisende Schulkonzept ihres Gründers Hirsch Isaac Borchert bestand in der Vermittlung religiöser und weltlicher Bildung und spiegelt im Zeitalter von Emanzipation und Akkulturation das Streben nach Bildung und gesellschaftlichem Aufstieg wider. Berücksichtigung fanden hierbei sowohl innerjüdische und lokalspezifische Entwicklungen wie auch die im 19. Jahrhundert eingeleiteten staatlichen Maßnahmen im jüdischen Bildungswesen. Die Studie verdeutlicht darüber hinaus das kooperative Verhältnis zwischen staatlicher Schulbehörde und privater Bildungseinrichtung und zeigt das besondere Engagement und die Entschlossenheit der Akteure, religiöse Traditionen mit den Modernisierungsbestrebungen im jüdischen Schul- und Erziehungswesen in Einklang zu bringen.

Table of Contents

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Vorwort
  5. Inhalt
  6. Einleitung
    1. Thema und Fragestellung
    2. Forschungsstand
    3. Quellenlage
  7. 1 Die Gründungsbedingungen der Hascharath Zwi (1796–1824)
    1. 1.1 Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Halberstadts
    2. 1.2 Vereine und Stiftungen
    3. 1.3 Die Hirsch-Isaac-Borchert-Stiftung – Der Beginn der Hascharath Zwi (1796–1807)
    4. 1.4 Die rechtliche Stellung des jüdischen Schulwesens in Preußen vor 1807
    5. 1.5 Das Königreich Westphalen (1807–1813)
    6. 1.6 Magnus Rosenbach – Wegbereiter der Moderne
    7. 1.7 Die Lehrpläne
    8. 1.8 Exkurs: Die jüdischen Schüler des Domgymnasiums Ende des 18. Jahrhunderts
  8. 2 Reorganisation und Ausbau (1825–1871)
    1. 2.1 Die Schulaufsicht in den neuen Provinzen nach dem Ende des Königreichs Westphalen
    2. 2.2 Der Ministerialerlass von 1824 und seine Folgen
    3. 2.3 Die Hascharath Zwi unter neuer Leitung
    4. 2.4 Die Lehrer der reorganisierten Schule
    5. 2.5 Beschwerden wegen Verfehlungen des Schulvorstands
    6. 2.6 Lehrpläne, Lehrmaterialien, Lehrbücher
    7. 2.7 Die finanzielle Grundlage der Schule
    8. 2.8 Das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen der Schule
    9. 2.9 Die Schüler
    10. 2.10 Die Religionsschule Talmud Tora
    11. 2.11 Umzug in den Rosenwinkel 18
    12. 2.12 Exkurs: Bildung eines jüdischen Handwerkervereins
  9. 3 Von der Elementar- zur Grundschule mit Aufbauklassen (1872–1932)
    1. 3.1 Die rechtliche Lage der jüdischen Volksschulen
    2. 3.2 Neugestaltung und Erziehungsziele
    3. 3.3 Lehrer – Administratoren – Schüler
    4. 3.4 Das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen der Schule und das neue Schulgebäude Westendorf 15
    5. 3.5 Die Schule unter Leitung Isaak Auerbachs
    6. 3.6 Der Religionsunterricht
    7. 3.7 Die Schulsituation vor 1933
    8. 3.8 Jüdische Schüler an öffentlichen Schulen
  10. 4 Die Hascharath Zwi (1933–1942)
    1. 4.1 Die nationalsozialistische Gesetzgebung und ihre Auswirkungen
    2. 4.2 Die jüdische Volksschule nach 1933
    3. 4.3 Die finanzielle Lage
    4. 4.4 Fotodokumente
    5. 4.5 Die Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938
    6. 4.6 Das Ende der Hascharath Zwi und der jüdischen Gemeinde Halberstadt
  11. 5 Zusammenfassung
  12. Literaturverzeichnis
    1. Ungedruckte Quellen
    2. Gedruckte Quellen, Nachschlagewerke und Literatur
    3. Internetquellen
    4. Periodika
  13. Abkürzungen
  14. Glossar
  15. Nachweis der Abbildungen und Dokumente
  16. Personenregister